Leopoldsteinersee Geschichte

Der Leopoldsteinersee trägt seinen Namen auf Grund des nahe gelegenen Schlosses Leopoldstein.

Am Fuße der Seemauer gelegen und eingebettet in Misch- und Nadelwäldern, entfaltet dieser See das ganze Jahr hinweg seine volle Pracht. Der Bergsee liegt auf etwa 600 Meter Seehöhe, er ist 1400 Meter lang und 370 m breit, seine tiefste Stelle beträgt 31 Meter. Durch den See fließt der Seebach, hauptsächlich wird der See jedoch durch unterirdische Quellen gespeist.

In der Nähe dieses Sees soll einer Sage nach ein Wassermann gefangen worden sein. Um seine Freilassung zu erkaufen, zeigte er seinen Fängern ein Eisenerzvorkommen, den nur wenige Kilometer entfernten Erzberg.

Der smaragdgrüne Gebirgssee ist ein beliebtes Ausflugs- und Badeziel. Der landschaftlich wunderbare, ebene Rundgang um den Gebirgssee bietet Genuss für die gesamte Familie.

Mit Elektro- und Ruderbooten vom ansässigen Bootsverleih haben Sie die Möglichkeit einige Sonnenstunden direkt am See zu genießen. Für nicht empfindliche Wassermänner und Badenixen bietet der See von Mai bis September an heißen Sommertagen erfrischende Abkühlung.

Im Winter trifft man auf zahlreiche Einheimische die am zugefrorenen See Eisstockschießen oder Eislaufen.

Leopoldstein bei Eisenerz Steiermark

Hans Neidhardt war salburg`scher Pfleger zu Falkenstein, Hochhaus und Altenhof.
Er kaufte 1628 um 6500 Gulden einen Sitz zu Späting, unweit von Neukirchen am
Walde im Hausruckviertel. Sein Bruder Josef aus Peilstein bei
Rohrbach/Oberösterreich war Hofmeister im Melker Hof in Wien.

Hans vermählte sich am 22. 7. 1581 mit Johanna Hoheneck zu Hagenberg und ging
eine zweite Ehe mit einer Sara (Haldenspiel? Bild im Museum Eisenerz) ein. Hans
welcher nach dem Engelzeller Necrologe am 31. 8. 1638 starb, hatte fünf Söhne
von denen der Erstgeborene, Hans Zacharias geb. zu Tollet 15.5.1592 drei Tage
nach seiner Geburt wider starb.
Der zweite Sohn Melchior wurde Geistlicher in der Marktgemeinde Haag in NÖ. von
1632 bis 1641 und begann den Pfarrhofbau. Er könnte auch 1628 in der
Stephanskirche in Wien zum Priester geweiht worden sein. Er hatte mit seinem
Vater auch sehr engen Kontakt mit dem Grafen Adam Herbersdorf in
Gmunden.(bekannt aus dem "Frankenberger Würfelspiel")

Sein Bruder Johann Eberhard geb. zu Falkenstein am 8. 12. 1607 trat 1631 in den
Jesuitenorden ein. Eberhard wurde Professor der Philosophie und des
Kirchenrechtes zu Graz und war seit 1647 Beichtvater und Lehrer Kaiser Leopold I
und dessen Schwester Maria in Wien. Nach deren Vermählung mit Philipp IV in
Madrid, war er königlicher Berater, Großinquisitor, Mitglied des Staatsrates und
wurde durch den Sohn Don Juan von Österreich aus seiner Stellung verdrängt.
Eberhard soll eine menge Geld und Schmuck aus Spanien mit nach Rom genommen
haben, als er dort als spanischer Gesandter eingesetzt wurde. 1672 erhielt er
von Papst Clemens X den Kardinalshut, worauf er nach acht Jahren 1680 starb.
Sein Grab befindet sich in Rom in der Jesuitenkirche Al Gesu beim Altar des
heiligen Agnatius. Johann Eberhard Neidhardt wird als mächtiger, ungemein
gefürchteter Mann beschrieben.

Leopold Gottlieb der Jüngste Bruder von Johann Eberhard war 1664 Amtmann zu
Vordernberg in der Obersteiermark. Danach Oberkammergraf in Eisenerz, in dessen
Nähe er sich 1666 das nach seinem Rufnamen bezeichnete Schlösschen Leopoldstein
erbaute. Kaiser Leopold I erhob ihn gemeinsam mit den Söhnen seines Bruder
Wiguleus in den Reichsfreiherrenstand am 25. 9. 1673 zu Graz.

Bevor man von der Stichstraße zum See kommt, liegt rechter Hand die Gedenkstätte an den Todesmarsch von 1945:

Noch im April in diesem Jahr wurden mehr als 10.000 ungarische Juden von Graz aus Richtung KZ Mauthausen getrieben. Hunderte kamen auf diesem Marsch schon vorher ums Leben, in Eisenerz richtete der Volkssturm - das letzte Aufgebot zur "Verteidigung der Heimat" - ein Massaker unter den Erschöpften an, und erschoß am 07.04.1945 250 Männer und Frauen.

Weiter Gedenkstätten an dieses schwarze Kapitel der Geschichte befinden sich am Präbichl und in Hieflau, beide Orte sind in unmittelbarer Nähe.

Am Abfluss des Leopoldsteinersees soll vor mehr als tausend Jahren ein Wassermann gelebt haben. Beherzte Männer fingen ihn mit einer List ein: Sie platzierten üppiges Essen, einen Krug Bier und ein mit Pech getränktes Gewand am Rande des Sees. Als sich der Wassermann, an den Gaben gelabt, in die Sonne legte, nahmen ihn die Männer gefangen und zerrten den Schreienden und Drohenden in Richtung Eisenerz. Dort, wo man den Erzberg das erste Mal erblickt, machte der Gefangene den Männern folgendes Angebot: "Wenn ihr mich freilasst, verspreche ich euch Gold für ein Jahr, Silber für zehn Jahre oder Eisen auf immerdar. Wählt gut!".

Wie würdest du dich entscheiden?

Die Männer entschieden sich für das Eisen. Der Wassermann sprach, indem er auf den Erzberg zeigte: "Ihr habt gewählt. Dort ist Eisen auf immerdar!"