AURIKEL

Die Aurikel (Primula auricula) ist die einzige gelb blühende alpine Primel, die anderen Arten in höheren Gebirgslagen haben rote Blüten. Sie hybridisieren (kreuzen sich) jedoch leicht.
Die Alpenaurikel, die der eine Elternteil der Garten-Aurikel ist, gilt in der traditionellen Medizin als alte Heilpflanze gegen Lungengeschwüre und Husten. Der Volksglaube hing zudem der Überzeugung an, dass die gelb blühende Hochgebirgsprimel, die auch Petergstamm, Felsblume oder Sanikel genannt wird und gern an schwer zugänglichen Stellen wächst, Jäger und Gämsen, neuerdings auch Kletterern, schwindelfrei mache. Diesem Umstand verdankt sie auch weiteren Volksnamen, nämlich Schwindel-, Rausch oder Bruchkraut.

Petergstamm

Petergstamm

Schlank-Segge

Die Schlank-Segge (Carex gracilis), und die meisten anderen Seggen-Arten zeigen einen Wasserüberschuss im Boden an. Die Seggen gehören zu den Sauergräsern, was aber nicht bedeutet, dass sie sauren Boden anzeigen. Nur wenige Seggen-Arten, wie z.B. die Seegrassegge (Carex brizoides) (Abb. 7a-c) zeigen sauren Boden an.

Schlank Segge am Ostufer

Schlank Segge am Ostufer

Schwäne

Die Schwäne (Cygnini) sind eine Tribus der Entenvögel (Anatidae). Innerhalb dieser Familie werden sie den Gänsen (Anserinae) zugerechnet. Schwäne sind die größten aller Entenvögel. Wegen des rein weißen Gefieders der europäischen Arten und der eindrucksvollen Größe sind sie in zahlreiche Mythen und Märchen eingegangen. Das Gefieder der Schwäne ist entweder rein weiß oder zeigt eine Mischung aus schwarz und weiß, wobei weiße Varianten schwarze Flügelspitzen haben können. Die Trauerschwäne sind die einzige vollkommen schwarze Schwanenart. Die Geschlechter aller Arten zeigen nur geringfügige Unterschiede im äußeren Erscheinungsbild.

Schwäne unterscheiden sich von den Gänsen im engeren Sinn durch einen noch längeren Hals, der ihnen das Gründeln im tieferen Wasser ermöglicht, und die Körpergröße, die sie zu den größten Wasservögeln macht. Ihre Flügelspannweite kann bis zu 240 cm betragen, ihr Gewicht 14,3 kg erreichen.
Die Beine sind relativ kurz und weit hinten am Körper abgesetzt, so dass Schwäne an Land eher schwerfällig wirken. So sind Schwäne auch aquatischer als andere Gänse, verlassen also sehr viel seltener das Wasser.
Vier der acht Arten haben ein hochnordisches Verbreitungsgebiet: Sie brüten in der arktischen Tundra und ziehen im Winter in die gemäßigte Zone. Der Höckerschwan ist heute weltweit in gemäßigten Zonen verbreitet, hatte seinen Ursprung aber in der Paläarktis. Der Lebensraum der Schwäne sind Sümpfe, flache Seen und langsam fließende Flüsse. Der Grund muss stets gründelnd erreichbar sein, so dass zu tiefe Gewässer für Schwäne ungeeignet sind.

Hahnenfuss

Kriechender Hahnenfuss am Ostufer

Kriechender Hahnenfuss am Ostufer

Der kriechende Hahnenfuß ist in ganz Europa und in den weltweit gemäßigten Zonen heimisch. Neben dem Scharfen Hahnenfuß ist er die häufigste Hahnenfußart in Deutschland. Man findet ihn an Ufersäumen, feuchten Äckern und Wiesen, sowie in Auenwäldern.
Er bevorzugt feuchte, steinige, nährstoff- und stickstoffreiche Lehm- oder Tonböden und erträgt regelmäßige Überschwemmungen gut. Er kann auch auf verdichteten Böden gut gedeihen. Der kriechende Hahnenfuß ist eine Zeigerpflanze für einen hohen Stickstoffgehalt und eine hohe Verdichtung im Boden. In Höhenlagen findet man ihn bis über 2.300 Meter. Er tritt oftmals auch als Pionierpflanze auf.
Der Kriechende Hahnenfuß ist nicht gefährdet, ganz im Gegenteil breitet er sich noch weiter aus. Er ist zudem unempfindlich gegen häufigen Schnitt und intensive Beweidung.

Ringelnatter

ungiftiger Mitbewohner

ungiftiger Mitbewohner

Der Körper der Ringelnatter (Natix Natix) ist schlank bis robust mit deutlich abgesetzten Kopf und spitzen Schwanz. Die Augen haben runde Pupillen und die Schuppen auf dem Rücken sind gekielt. Das beste Erkennungszeichen sind die hellgelben halbmondförmigen Flecken im Nackenbereich.
Man kann die Ringelnatter in fast ganz Europa antreffen. Ausnahmen sind Schottland und Irland und Inseln in Nord und Ostsee und im Mittelmeer.
Der Lebensraum der Ringelnatter sind Biotope an Fluss- ud Seeufern, Moore, Sümpfe, Feuchtwiesen. Mittunter trifft man sie auch in Höhen bis 2000m an. Die Ringelnatter ist tagaktiv und kann sehr gut schwimmen und tauchen. Da sie sehr gern in der Sonne liegt und sich aufwärmt, kann man sie öfter dabei beobachten.

Ringelnattern sind in der Lage an Land und im Wasser zu leben. Bei Gefahr versuchen sie meist ins Wasser zu flüchten und abzutauchen. Sollte es ihr aber nicht gelingen, vor dem Feind zu flüchten, versprüht sie ein übel riechendes Sekret und sollte das nicht ausreichen, stellt sie sich tot, indem sie sich auf den Rücken dreht und die Zunge aus dem Maul hängen läßt.
Ihre Beute fängt die Ringelnatter meist an Land. Bevorzugtes Futter sind, Kröten, Salamander, Molche und Fische. Die Ringelnatter erstickt ihre Beute nicht vorher, sondern verschlingt sie lebend.
Die Ringelnatter kann eine Länge von 2m erreichen, meist kommt sie aber nicht über 1,20m raus. Die Weibchen sind größer als die Männchen